October Shopping Detox Challenge

Konsumfreier Oktober / Shopping Detox

Bin ich Shopping süchtig? Man fragt sich das immer nur so halb ernst, aber denkt nie wirklich darüber nach. Aber wenn es hart auf hart kommt? Sucht heißt laut Definition “krankhafte Abhängigkeit von einem bestimmten Genuss- oder Rauschmittel” oder auch “übersteigertes Verlangen nach etwas, einem bestimmten Tun”.

Krankhaft fühlt es sich natürlich nicht an. Aber das übersteigerte Verlangen nach Shopping fühle ich doch sehr, gerade wenn ich eine Weile nicht mein Rennrad mit neuen Teilen bestückt habe oder meine Cycling-Kits optimiere. Und berauschend ist so ein Kauf auch. Zumindest kurz, sehr kurz. Als Belohnung zum Beispiel. Oder aus Langeweile. Aber auch weil es sich anfühlt, als wenn man bestimmte Dinge wirklich braucht. Dazu kommt die Gewohnheit.

Das berauschende Gefühl der Belohnung lässt bei mir allerdings extrem nach, ich fühle teilweise nichts mehr, da es normal geworden ist.

Wenn es sich normal anfühlt, zu kaufen was einem gefällt ist es wirklich erstaunlich schwer es zu lassen. Es ist zur Gewohnheit geworden.
Der Vorsatz einfach ein bisschen weniger zu Shoppen führt bei mir leider nur zum Selbstbetrug. Klar weiß ich, dass ich die meisten Klamotten und Teile nicht wirklich brauche – oder dass es Ähnliches auch günstiger gibt. So lang das Konto nicht dunkelrot leuchtet, beeindruckt mich diese Erkenntnis aber nicht nachhaltig. Darum habe ich mich für ganz oder gar nicht entschieden. Also in dem Fall für gar nicht. Den ganzen Oktober lang.

No shopping anytime
No Shopping Anytime

Die Regeln

  1. Portemonnaie zu lassen und Kreditkarte wegstecken, wenn es um Fahrradteile, Klamotten, Technik, Deko, Kosmetik, Möbel, Sportbekleidung, etc. geht. All die kleinen und großen Versuchungen in den Lieblingsläden und Online-Shops 31 Tage links liegen lassen.
  2. Das Experiment bezieht sich nur auf mich. Geschenke für Freunde oder Ausgaben für die Familie sind selbstverständlich okay.
  3. Freizeitspaß, Essen und Trinken ist natürlich weiterhin erlaubt. Ebenso wie lebensnotwendige Haushalts Geschichten.   
  4. In schwachen Momenten einfach schon mal Wunschlisten anlegen und pflegen. Das ist oft schon die halbe Miete.
  5. Sich riesig über das gesparte Geld freuen.
  6. Last but not least: Möglichst vielen Leuten davon erzählen. Als soziale Kontrolle und eventuell auch für etwas Anerkennung 😉

Jetzt heißt es Augen zu und durch. Ich habe solche Monate schon einige Male in der Vergangenheit gemacht. Man merkt immer erst wenn man auf das Shopping verzichtet, wie oft man eigentlich neue Dinge in den Warenkorb stopft und sich die Pakete in die Firma liefern lässt.

Wenn ich ab und zu eine kleine Zeit ein Shopping Detox durchziehe wirkt das auf mich wie Prävention um nicht vollends süchtig zu werden. Kompletter Verzicht wäre natürlich noch viel besser, aber ich weiß das ich das nicht kann. Ein bisschen Verzicht tut aber niemanden weh.

Versuchs doch diesen Monat auch mal! Ein bisschen Ruhe vor dem Kommerzfest das Jahres (Weihnachten).

Hier noch ein Artikel mit ein paar meiner Gedanken zum Konsum

Just Ride
Jay

Jay Verfasst von:

Wenn ich nicht gerade auf meinem Rennrad meine Runden drehe, schraube ich vermutlich dran rum. Ich mag Fahrräder lieber als Autos.