Rückblick – Mein Jahr 2018 auf dem Rennrad

2017 Der Anfang

Im Spätsommer 2017, nach Beendigung meiner Arbeit als Fahrradkurier, entschied ich mich für eine andere Sportart als das Laufen. Da das tägliche Fahren auf einmal weg fiel, war die Sache klar: Rennrad fahren. Primär suchte ich nach einem Ersatz für das Laufen, welches ich nun nach 5 Jahren an den Nagel hängen wollte. Die Gründe dafür sind ganz einfach: ich habe einfach keinen Spaß mehr am Laufen und schaffe es seit Jahren nicht mich zu verbessern.

Gesagt, getan. Kurz nach dem Entschluss kaufte ich mir mein erstes richtiges Rennrad. Ein älteres, gebrauchtes, aber mit super Komponenten. Nach ein bisschen Zuwendung und Überholung des hinteren Freilaufs und einer neuen Folierung (Sprühfolie), hatte das Rad nun auch die richtige Farbe für mich.

Mein erstes Rennrad nach der vollständigen Überholung.

Erste Gruppenfahrten

Ich muss im Nachhinein eingestehen, dass ich mich vorher so gut wie gar nicht über das Rennradfahren und vor allem die ortsansässige Szene informiert hatte. Blauäugig wie ich bin nahm ich einfach mal an, dass man schon wen beim fahren trifft und dann gemeinsam fährt. Ein Irrtum, wie sich später herausstellte. Es ist natürlich nicht grundsätzlich so, aber man merkt schon oft, dass geschlossene Gruppen eher ungern fremde Leute mitfahren lassen, gerade Fahranfänger.

In dieser Gruppe war es kein Problem, dass ich neu auf dem Rennrad war.

Ein Glück gibt es Ausnahmen und ich wurde relativ schnell in eine Facebook Gruppe von einem Kurierkollegen eingeladen, in der man sich regelmäßig zu lockeren Deichrunden verabredete. In dieser Gruppe war es kein Problem, dass ich neu auf dem Rennrad war.
Ich bin sehr dankbar, dass ich durch Zufall in diese Gruppe kam, denn ich habe viele neue coole Menschen daraus kennen- und schätzen gelernt.
Mein Vorteil für den Anfang war natürlich auch, dass ich durch meine Kuriervergangenheit topfit auf dem Rad war und so locker schnellere Geschwindigkeiten mithalten konnte. Ich musste allerdings feststellen, dass ich so lange Distanzen ohne Unterbrechung nicht gewohnt war. Ich hatte eher einen sehr schnellen Sprinterantritt für kurze Distanzen. Auf Grund meiner Gewohnheit der letzten Jahre hatte ich auch immer eine sehr niedrige Trittfrequenz in hohen Gängen. Anfangs bin ich immer mit einer Trittfrequenz von 65-70 unterwegs gewesen.

2018 Große Sprünge

Seit Beginn meines Trainings Anfang August 2017 habe ich mich doch relativ schnell entwickelt und meine Distanzen wurden immer länger. Ich war so oft es ging auf dem Bock. Selbst der Winter mit eisigen Minusgraden und Dunkelheit konnte mich nicht vom Training abhalten. Ich war relativ schnell süchtig nach fahren.

Safety first. Maximale Sichtbarkeit in der Dunkelheit ist das A und O beim fahren im Winter. Voll reflektierender Windbreaker (Biehler Wechselhaft)
Safety first. Maximale Sichtbarkeit in der Dunkelheit ist das A und O beim Fahren im Winter. Decals aus schwarzer Reflektorfolie auf Rahmen und Laufrädern, nicht sichtbar bei Tag, maximal auffällig bei Gegenlicht. Voll reflektierender Windbreaker (Biehler Wechselhaft)

Für das Jahr 2018 hatte ich mir viel vorgenommen. Ich wollte mindestens 2-3 mal die Woche Rennrad fahren und habe mir zum Ziel gesetzt mindestens 5000km zu fahren. Zum Ansporn bin ich zusätzlich einer 6000km Challenge bei Strava beigetreten. Mehr ist natürlich immer gut, aber mehr als drei mal die Woche neben der Zeit für den Partner, anderen Hobbys und dem Vollzeit-Job ist schwierig.

Erfolgreich war ich. Ich bin 2018 laut Strava Tracking ca. 5500 km gefahren, habe an etlichen Touren und Grouprides teilgenommen. Bin sehr viel mit meinen Kumpels gefahren, hatte sehr viele schöne Stunden auf dem Rennrad. Ich fühle mich sehr ausgeglichen und habe allmählich eine Ahnung wie die Rennrad-Szene so funktioniert. Meine Fitness konnte ich extrem steigern, habe wieder Spaß beim Sport und werde stetig besser auf dem Renner. Jeden Tag entdecke ich was neues und lerne ständig neue coole Leute kennen.

Hier mein #Yearinsport 2018 auf Strava wers genau wissen will 😀

Zu den Highlights 2018 gehören ganz klar meine ersten Gran Fondos (100km), meine ersten harten Climbs auf Mallorca, große Gruppenfahrten mit dem Radrace Team und mit meinem Biehler Syndicate Team, in dem ich inzwischen Mitglied bin. Und natürlich nicht zu vergessen, mein zweites neues Rennrad, das ich mir Mitte des Jahres aufgebaut habe! Ein Traum aus Carbon in Schwarz. Bald werde ich detaillierter über den Aufbau des neuen Rades schreiben.

Mein neues Rennrad
Mein neues Rennrad

Seit diesem Winter mache ich nun zusätzlich Workouts auf Zwift, um meine Fitness über die kalten, nassen Tage aufrecht zu erhalten. Mein Username dort:
JAY CYCLEPUNKS, falls Ihr mich adden wollt.

Ride On!

Jay Verfasst von:

Wenn ich nicht gerade auf meinem Rennrad meine Runden drehe, schraube ich vermutlich dran rum. Ich mag Fahrräder lieber als Autos.